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Schulte Holthausen, Robert; Thiele, Swantje; Conradt, Reinhard; Raupach, Michael; Weichold, Oliver Zerst√∂rungsfreie Pr√ľfung flammgespritzter Schutzschichten aus Glas f√ľr Beton - Erste Ergebnisse Bautechnik 10/2015 688-693 Berichte

Abstract

Im Rahmen einer Kooperation der Institute für Bauforschung (ibac) und Gesteinshüttenkunde (GHI) der RWTH Aachen University werden die Technik zur Applikation sowie die Eigenschaften von flammgespritzten, nahtlosen Glasschichten auf Beton untersucht. Besondere Herausforderungen ergeben sich hierbei aus der Differenz zwischen der maximal verträglichen Temperatur des Betons und der Temperatur des aufgeschmolzenen Glaspulvers wie auch des hohen pH-Wertes der Beton-Porenlösung und der Alkalienbeständigkeit des Glases. In aktuellen Versuchen wird der Einfluss des Flammspritzens auf die Eigenschaften der Glasschichten und des unterliegenden Betons untersucht. Hierbei werden Haftzugprüfungen des Schichtaufbaus der Glasschichten und optische Analysen kombiniert, um Rückschlüsse sowohl auf die Struktur und Undurchlässigkeit der Glasschichten als auch auf die thermische Schädigung des Betons zu ermöglichen. Es wird ein Messverfahren auf Basis einseitiger Kernspinresonanz eingeführt, das zukünftig zur Charakterisierung der Betonschädigung dienen soll, ohne hierfür die untersuchte Probe zerstörend prüfen zu müssen. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die applikationsbedingte thermische Schädigung des Betons zu einer teils stark verringerten Haftung der gespritzten Glasschichten führt. Diese Schädigung kann des Weiteren zerstörungsfrei mittels Kernspinresonanz qualitativ geprüft werden. Verschiedene Lösungsansätze zur Erzielung einer ausreichenden Haftung werden derzeit untersucht.

Non-destructive testing of seamless glass coatings on concrete applied by flamespraying - Preliminary results
As part of a research project at the Institutes of Building Materials Research (ibac) and Mineral Engineering (GHI) of RWTH Aachen University, a new application method by flame spraying for seamless glass coatings for the protection of concrete surfaces is being developed. A major challenge is the difference between the temperature resistance of concrete and the temperatures, necessary to melt glass powder. As part of the on-going work, the influence of the flame spaying technique on the concrete surfaces and the applied glass coating are investigated. Adhesion testing and microscopic imaging are combined to gain information on the concrete damage and the glass coatings structure. By using single-sided nuclear magnetic resonance, these properties are evaluated non-destructively as well. Results show that the application process so far leads to severe damage in the concretes surface, resulting in low adhesion. Similar information can be gained non-destructively by single-sided nuclear magnetic resonance.

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Beckhaus, Karsten; Heinzelmann, Harald Die Ultraschallintegrit√§tspr√ľfung f√ľr Bohrpf√§hle - Eine Herausforderung f√ľr die zerst√∂rungsfreie Pr√ľfung im Spezialtiefbau Bautechnik 10/2015 694-701 Berichte

Abstract

In den letzten Jahren hat die Nutzung zerstörungsfreier Prüfmethoden zur Qualitätssicherung im Spezialtiefbau zugenommen. Insbesondere für die Integritätsprüfung von Bohrpfählen fordern Auftraggeber vermehrt die Anwendung der Ultraschallmethode.
Die Herstellung von Pfählen wird von Spezialtiefbaufirmen unter Beachtung der etablierten technischen Regeln ausgeführt. Für die spätere Prüfung der Integrität dieser Bauteile mittels Ultraschall werden spezielle Messrohre zusammen mit dem Bewehrungskorb eingebaut. Nach dem Einbau, dem Erstarren und Erhärten des jungen Betons wird die Ultraschallprüfung ausgeführt. Bauer Spezialtiefbau hat in den letzten Jahren in vielen Projekten weltweit Erfahrungen mit der Anwendung dieses Prüfverfahrens gesammelt. Im Beitrag werden mögliche Fehlerquellen beim Einbau, bei der Messung und bei der Auswertung diskutiert sowie pragmatische Vorschläge zur Klassifizierung von Anomalien und auch zum gemeinsamen Vorgehen der Vertragspartner gemacht. Dabei wird vorausgesetzt, dass geringfügige Abweichungen vom absolut fehlerfreien Bauprodukt in einer industriellen Produktion von Bohrpfählen in natürlichem Baugrund grundsätzlich zu akzeptieren sind.
Unter allen Umständen muss dem vorgreifenden Qualitätsmanagement - in Form einer Wareneingangskontrolle, der Überwachung der Herstellung mit Kontrolle und Einhaltung von Grenzwerten einschließlich detaillierter Dokumentation und schriftlich bestätigter Nachweise - ein höheres Gewicht beigemessen werden als der Qualitätskontrolle nach der Herstellung. In keinem Fall darf eine in der Ultraschallüberprüfung erkannte “Anomalie” vorschnell einem Mangel gleichgesetzt werden.

Ultrasonic integrity testing for bored piles - A challenge for non-destructive testing
In recent years, the application of non-destructive testing in the field of special geotechnical works has grown. In particular for bored piles, clients specify ultrasonic integrity testing on a much more frequent basis.
Bored piles are executed by specialist contractors, in compliance with established technical standards. For preparation of ultrasonic integrity testing, pipes are installed on the reinforcement cage. After placement, setting and hardening of the concrete, the ultrasonic testing can be carried out. Within the last decade, Bauer Spezialtiefbau has experienced several such applications on construction sites worldwide. Key findings such as typical sources of mistakes during installation, testing, and evaluation are presented. A practical approach assists in classifying anomalies and shares responsibilities between contractual partners. It takes into account the fact that minor deviations from an absolute 'perfect product' must generally be accepted within an industrial production of bored piles in natural ground.
Quality assurance and management of the processes prior and parallel to the actual execution are to be preferred. Incoming material inspection, setting, checking and verifying limit values, detailed records and written approvals should be relied upon to a greater extent than post-construction quality control. Possible anomalies should never be assessed on the results of ultrasonic testing only.

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Meisel, Andreas; Wallner, Bernhard; Schickhofer, Gerhard Tragfähigkeit und Verformungsverhalten druckbeanspruchter Blattverbindungen Bautechnik 10/2015 702-715 Aufsätze

Abstract

Blätter für Winkel- und Kreuzverbindungen sind wesentliche Bestandteile vieler zimmermannsmäßig errichteter Holztragwerke in Mitteleuropa. Die Anwendung dieser Verbindungen als statisch tragende Anschlüsse nach EN 1995-1-1 bedarf der Kenntnis ihrer Tragfähigkeit und ihres Verformungsverhaltens. In der Normung und Literatur fehlen hierzu Angaben.
Im vorliegenden Beitrag werden daher die Tragfähigkeit und das Verformungsverhalten von druckbeanspruchten Blättern (Winkelverbindungen, hier: Weißschwänze und Überblattungen) behandelt. Die Auswertung der Ergebnisse von 92 zerstörenden Prüfungen werden vorgestellt. Sowohl für die Bemessung dieser Verbindungen als auch für die Ermittlung der Federsteifigkeiten werden Berechnungsvorschläge angeführt.

Load-bearing capacity and load-bearing behaviour of lap joints loaded in compression
Angle and cross joints using laps are important members of a lot of roof structures erected by carpenters in central europe. The structural usage of these joints demands the knowledge of their load-bearing capacity and behaviour according to EN 1995-1-1. Therefore codes and literature lack information.
This contribution deals with the load-bearing capacity and behaviour of lap joints (as angle joints, here: dovetail lap joints and halved joints) loaded in compression. 92 tests were performed and analysed. Both proposals for the design and for the determination of the stiffnesses of these joints are given here.

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Hofmann, Reiner; Kuhlmann, Ulrike N√§herungsverfahren f√ľr das Torsionsmoment aus Kippstabilisierung bei Brettschichtholztr√§gern Bautechnik 10/2015 716-724 Aufs√§tze

Abstract

Während es für die Bemessung von Horizontalverbänden bekannte Ansätze für die Stabilisierungslasten gibt, wird das infolge Kippen im Trägerquerschnitt an der Gabellagerung entstehende Torsionsmoment, wenn überhaupt, nur sehr grob abgeschätzt. Zu dieser Thematik wurden umfangreiche numerische Untersuchungen an parallelgurtigen geraden Trägern, an parallelgurtigen Trägern mit angehobenem Untergurt und an Satteldach- und Fischbauchträgern mit und ohne seitliche Stützung des Druckgurts durch Horizontalverbände durchgeführt. Auf der Grundlage der durchgeführten Untersuchungen konnte ein Näherungsansatz für die Bestimmung des Torsionsmoments aus Kippstabilisierung erarbeitet werden. Der Schubspannungsnachweis kippgefährdeter Träger kann damit unter Berücksichtigung des Torsionsmoments aus Kippstabilisierung geführt werden, ohne dass die Schnittgrößen nach Biegetorsionstheorie II. Ordnung dafür bestimmt werden müssen.

A simplified design method for the torsional moment caused by stability effects of glued laminated timber beams
In contrast to stabilizing forces on horizontal bracing for the torsional moment caused by lateral torsional buckling of glued laminated timber beams in the cross section next to the support only a very rough estimation exists. Therefore a considerable number of numerical calculations have been realized for straight single span girders with parallel chords, for single span girders with raised lower chords and for saddle roof and fish-bellied girders with or without considering horizontal bracings supporting the upper chords of the girders. On the basis of the results of these studies a simplified design method for the torsional moment could be derived. Thereby the verification of shear considering the torsional moment caused by stability effects may be realized without using a calculation according to second order theory.

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Hofmann, Sascha; Wicke, Dorina; Cadez, Ivan Studie zur aktuellen Situation des Nachhaltigkeitsverständnisses in Bauunternehmen Bautechnik 10/2015 725-729 Berichte

Abstract

Das Nachhaltigkeitsverständnis der deutschen Bau- und Immobilienwirtschaft konzentriert sich insbesondere auf das Gebäude und dessen Lebenszyklus. Als Entscheidungskriterium für die Auftragsvergabe von Bauleistungen sowie in den Geschäftsprozessen von Bauunternehmen ist Nachhaltigkeit bisher nicht von Bedeutung. Für die gesamtgesellschaftliche Nachhaltigkeitsentwicklung ist jedoch das Nachhaltigkeitsverständnis auch auf die Unternehmensebene auszuweiten. Unternehmerische Nachhaltigkeit beinhaltet die gleichrangige Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Aspekte in den Geschäftsprozessen.
Wesentliche Ergebnisse der Studie sind, dass Nachhaltigkeit als Bestandteil der Unternehmensphilosophie und des strategischen Managements in Bauunternehmen gesehen, jedoch unterschiedlich umgesetzt wird. Bei der Umsetzung stehen soziokulturelle und ökologische Maßnahmen im Vordergrund; die ökonomische Bedeutung von Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor ist dagegen weniger ausgeprägt. Unternehmerischen und idealistischen Motiven für die Umsetzung der Nachhaltigkeit in Bauunternehmen stehen insbesondere hohe Kosten und ein hoher Personalaufwand sowie fehlende Kenntnisse über die Umsetzung und den Nutzen als wesentliche Hemmnisse gegenüber. Zur Steigerung des unternehmerischen Nachhaltigkeitsbewusstseins sollten daher sowohl die Verbesserung von Transparenz und Wissensvermittlung als auch die Entwicklung von geeigneten Instrumenten und Handlungsanweisungen angestrebt werden.

Survey of sustainability in construction companies
Sustainability in German construction mainly focuses on the building and its lifecycle. For a holistic sustainability approach corporate sustainability has to be considered in addition. This means implementation of environmental, social and economic aspects in business processes. Currently sustainability mainly remains unconsidered in construction companies in general as well as a decision criterion in construction tendering in specific.
The study reveals that corporate sustainability is gaining more and more importance in German construction industry but is operated in different ways. However, operational implementation mainly focuses on environmental and social aspects. Economic aspects as a competitive advantage remain unattended. Idealistic and corporate drivers for implementing sustainability in construction companies are opposed to barriers as limited capital and personal capacities as well as missing understanding. In order to improve a holistic sustainability approach increasing transparency, further understanding of corporate sustainability and appropriate measures for implementing and assessing corporate sustainability are of prime importance.

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Nerdinger, Winfried Frei Otto - Internationaler Repräsentant der deutschen Architektur Bautechnik 10/2015 730-732 Essay

Abstract

Dieser Beitrag ist dem im März 2015 verstorbenen Frei Otto gewidmet. Der Artikel ist Teil einer dreigliedrigen Reihe, die das Wirken von Frei Otto im historischen Kontext verankert und die seine Bedeutung für aktuelle und zukünftige Forschungen und Entwicklungen aufzeigt.

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Bautechnik aktuell 10/2015 Bautechnik 10/2015 733-736 Bautechnik aktuell

Abstract


Aus den Hochschulen:
Begeisternde Betonboote auf dem Beetzsee in Brandenburg

Firmen und Verbände: DBV-Heft 32 “Qualitätssicherung beim Planen und Bauen - Anforderungen und Empfehlungen” / DBV-Heft 35 “Korrosion der Bewehrung im Bereich von Trennrissen nach kurzzeitiger Chlorideinwirkung”

Auslobungen: Quarry Life Award 2015/2016 - Internationaler Forschungswettbewerb geht in die dritte Runde

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Kongresse - Symposien - Seminare - Messen Bautechnik 10/2015 737-738 Veranstaltungskalender

Abstract

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Inhalt: Bautechnik 9/2015 Bautechnik 9/2015 Inhalt

Abstract

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Tasan, Ercan Numerische Untersuchungen zum Tragverhalten von Saugrohrgr√ľndungen unter zyklisch axialen Druckeinwirkungen Bautechnik 9/2015 595-604 Aufs√§tze

Abstract

Saugrohrgründungen stellen eine alternative Gründungsmöglichkeit für Offshore-Bauwerke dar. Sie können, im Gegensatz zu den in der Regel eingesetzten Rammpfählen, weitgehend schallemissionsfrei in den Baugrund eingebracht werden. Bei der Dimensionierung von Saugrohrgründungen spielen zyklische Einwirkungen aus Wind, Wellengang und Strömung eine besondere Rolle. Diese können zur Akkumulation von bleibenden Verformungen und Porenwasserüberdrücken in wassergesättigten Böden führen und sind deshalb innerhalb der Tragfähigkeits- und Gebrauchstauglichkeitsnachweise zu berücksichtigen. In diesem Beitrag wird das Tragverhalten des Boden-Saugrohr-Systems unter zyklisch axialen Druckeinwirkungen numerisch untersucht. In den FE-Berechnungen wird ein Zwei-Phasen-Modell in Verbindung mit einem hypoplastischen Stoffgesetz für den wassergesättigten Boden verwendet. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den Wechselwirkungen zwischen der Struktur, dem wassergesättigten Meeresboden und dem Porenwasser gewidmet. Der Einfluss und die Relevanz einiger der wichtigsten System- und Einwirkungsparameter, die die Porenwasserdruckentwicklung in wassergesättigten Böden beeinflussen, werden auf der Basis von parametrischen Studien untersucht. Darin werden die Zyklenanzahl, die Frequenz der zyklischen Einwirkung, die Einbindelänge sowie der Kopfplattendurchmesser des Saugrohres variiert. Der Einfluss von Akkumulationseffekten auf das interaktive Tragverhalten des Saugrohr-Boden-Systems

Numerical investigations on the behaviour of suction bucket foundations under cyclic axial compressive loads
Suction buckets are an alternative foundation type for offshore structures. Due to their widely noise emission-free installation, they can be used instead of usual offshore foundations with driven piles. Cyclic loads induced by wind, water waves and currents play a special role for the design of suction bucket foundations. These loads can lead to an accumulation of permanent soil deformations and excess pore water pressures in water saturated soils. This has to be considered in ultimate limit state and serviceability design. In this paper the interaction behavior of soil-bucket-systems subjected to cyclic axial compressive loads is analyzed using a finite element model. A fully coupled two-phase model and a hypoplastic constitutive model for the water saturated soil are used in the numerical analyses. Special attention will be dedicated to interactions between the structure, the water-saturated soil and the pore water. The influence and relevance of some of the main system and loading parameters that affect the pore water pressure development in water-saturated soil are studied on the basis of parametric studies. In there the cyclic loading number, the frequency, the embedded length and the diameter of top plate of the bucket are varied. Based on these investigations the importance and relevance of the consideration of cyclic accumulation effects with soil-bucket-systems is demonstrated and the key findings are presented.

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Domes, Xenia; Benz, Thomas Untersuchungen zur Zementfiltration während der Herstellung von Verpressankern in nichtbindigen Böden Bautechnik 9/2015 605-616 Aufsätze

Abstract

Erfahrungen haben gezeigt, dass das Aufbringen eines Verpressdrucks bei der Herstellung von Verpressankern in nichtbindigen Böden die Ankertragfähigkeit maßgeblich steigert, über die genauen Vorgänge während des Verpressvorgangs ist allerdings wenig bekannt. Zwar wird die Erhöhung der Tragfähigkeit hauptsächlich auf einen Anstieg der Radialspannungen auf dem Verpresskörper und im umgebenden Boden zurückgeführt, jedoch sind die genauen Zusammenhänge zwischen Höhe des Verpressdrucks, der Verpressdauer und dem Spannungszustand unklar.
Auf Grundlage von Labor- und Feldversuchen sowie numerischen Simulationen wurden die Vorgänge während der Ankerherstellung in nichtbindigen Böden untersucht. Zielsetzung hierbei war es, den Einfluss des Verpressvorgangs auf die auf den Anker wirkenden Radialspannungen zu ermitteln.
In einer Serie von Laborversuchen wurden das Filtrationsverhalten von Zementsuspensionen sowie die Stoffeigenschaften des entstehenden Filterkuchens in Abhängigkeit des Verpressdrucks und des Wassergehalts der Suspension ermittelt. Messungen der Suspensionsdrücke im Bohrloch während und nach der Ankerherstellung gaben Aufschluss über das Filtrationsverhalten in situ und Hinweise darauf, wie sich die Radialspannungen auf den Ankerkörper erhöhen.
Basierend auf den Versuchsergebnissen wurde ein numerisches Modell entwickelt, mit dem der Filtrationsvorgang von Zementsuspension in einer FEM-Analyse simuliert werden kann.

Cement grout filtration during installation of grouted ground anchors in non-cohesive soils
Pressure grouting during installation of grouted ground anchors is known to increase anchor capacity in non-cohesive soils, but little information is available on correlations between applied grouting pressures, duration of grouting, ground conditions and increase of anchor pull-out capacity.
Based on laboratory and in situ tests as well as numerical simulations the processes taking place during installation of grouted ground anchors are investigated for non-cohesive soils. It was aimed to determine the influence of pressure grouting on the stresses on the anchor body and the properties of the adjacent soil. The knowledge of those is considered prerequisite in order to determine the anchors pull-out capacity.
Laboratory experiments are presented, which investigated the filtration process of cement grouts and the properties of the filter cake material, taking into account the influence of grouting pressure and initial water/cement ratio of the grout.
In in situ tests during anchor installation the grout pressure was measured inside the borehole during and after anchor installation. Measurements confirmed a grout filtration inside the grouting length and indicated the increase of radial stresses on the anchor body.
Finally a numerical model is proposed to simulate the filtration process of cement grout in a fully coupled flow-displacement finite element analysis.

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Leonhardt, Andrä und Partner gewinnt internationalen Wettbewerb in Taiwan Bautechnik 9/2015 616 Nachrichten

Abstract

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Achmus, Martin Prognose und Bewertung von Bauwerksersch√ľtterungen infolge Tiefbauarbeiten Bautechnik 9/2015 617-623 Berichte

Abstract

Bei Tiefbauarbeiten wird häufig rammend oder vibrierend auf den Baugrund eingewirkt. Hierdurch entstehen Erschütterungswellen, die sich im Baugrund ausbreiten und auf im Umfeld befindliche Bauwerke übertragen werden. Die Frage, welche Erschütterungsintensitäten in Bauwerken abhängig von Art und Intensität der Einwirkung, Abstand zum Bauwerk, Baugrundverhältnissen und Bauwerkseigenschaften zu erwarten sind und ob dadurch Schäden entstehen können, ist baupraktisch von großer Bedeutung. Es werden grundlegende Zusammenhänge erläutert und empirisch basierte Prognoseverfahren für verschiedene Bauverfahren (Vibrations- und Schlagrammung, Vibrationsverdichtung, Tiefenrüttlung) zusammengestellt. Hiermit lässt sich die maximale Schwinggeschwindigkeitsamplitude im Boden bzw. an einem Fundament abschätzen. Auf die Übertragung von Erschütterungen innerhalb des Bauwerks, also vom Fundament auf Decken und Wände, wird ebenfalls eingegangen. Durch Gegenüberstellung von Prognosewerten mit in DIN 4150 Teil 3 angegebenen Anhaltswerten lassen sich Erschütterungen hinsichtlich ihrer potenziellen Schadensrelevanz beurteilen. Ergänzend wird auch die Abschätzung von Baugrundsetzungen infolge Erschütterungseinwirkung thematisiert. Mit den dargestellten Ansätzen ist es möglich, den erforderlichen bzw. empfehlenswerten Mindestabstand eines Baugeräts von einem vorhandenen Bauwerk zu bestimmen.

Prediction and assessment of building vibrations due to ground works
In ground works hammer strokes or vibrations often act on the subsoil. This generates vibration waves which propagate through the subsoil and are transferred to adjacent buildings. The questions, which vibration intensities originate in buildings dependent on the intensity of the ground work, the distance to the building, the subsoil conditions and the building features and whether building damages have to be expected, are of immense practical relevance. In the paper, basic relationships are explained and empirical prediction approaches for different types of ground works (vibratory and impact driving, vibratory compaction, deep vibro compaction) are presented, which make the estimation of peak particle velocities in the ground below or directly at footings possible. The transfer of vibrations inside a building, i.e. from the footings to walls or floor slabs, is also considered. By comparison of predicted values with indicative values given in DIN 4150-3, vibrations can be assessed with regard to potential damages. Complementary, the estimation of settlements due to ground vibrations is dealt with. The presented approaches enable the determination of required or recommendable minimum distances of a ground work device from existing buildings.

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Raabe, Ernst-Werner; Wawrzyniak, Christian Chancen und Risiken der Vertragsgestaltung f√ľr geotechnische Leistungen Bautechnik 9/2015 624-630 Berichte

Abstract

Zu den Anforderungen an Baugrundgutachten und die geotechnische Begleitung von Bauvorhaben besteht eine umfassende und bewährte Regelungslage, flankiert durch eine langjährige Rechtsprechung zum Thema Baugrundrisiko. Allerdings wird auch bei anspruchsvollen Tiefbauaufgaben häufig der Versuch unternommen, den Aufwand für Baugrunduntersuchungen unterhalb dieser Standards zu halten, verbunden mit einer angepassten neuen Risikoverteilung mit erheblichem Konfliktpotenzial.
Für übliche Vertragsgestaltungen werden die dabei für die Beteiligten entstehenden Risiken aufgezeigt und Hinweise zu einer nutzbringenden vertraglichen Behandlung geotechnischer Leistungen gegeben.

Opportunities and risks in contracts for geotechnical services
There are comprehensive and proven regulations regarding the standards of foundation reports and geotechnical monitoring of large construction projects supported by longtime jurisdiction on foundation risk. Nevertheless, even for demanding heavy construction projects the parties involved try to keep the effort for foundation investigation very often below those standards leading to an adapted risk sharing involving considerable potential for conflicts.
For the setting-up of standard contracts the arising risks will be presented and recommendations for a useful consideration of geotechnical services in those contracts will be provided.

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Ewald, Knut; Schneider, Nikolaus Vermeidung von Schäden an Schlitzwandfugen durch den Einsatz geeigneter Qualitätssicherungssysteme Bautechnik 9/2015 631-637 Berichte

Abstract

Die Schlitzwandtechnik hat sich in den letzten Jahrzehnten häufig als die beste Möglichkeit erwiesen, in Ballungsräumen tiefe, wasserdichte Baugruben auszuführen. Jedoch führt die Betrachtung von Schadensereignissen der letzten Jahre zu der Erkenntnis, dass die Schlitzwandfugen eine relevante Schwachstelle innerhalb einer Baugrubenumschließung darstellen.
Anhand von dokumentierten Schadensereignissen werden mögliche Schadenshergänge und -ursachen aufgezeigt. Eine Übersicht über die gängige Fugentechnik führt zur differenzierten Betrachtung der Möglichkeiten der einzelnen Fugensysteme mit ihren Vor- und Nachteilen.
Die einschlägigen technischen Regelwerke halten sich bei der Wahl der richtigen Fugensysteme sowie bei der Qualitätssicherung beim Einbau sehr offen. In dem Beitrag werden Qualitätssicherungssysteme für Fugen vorgestellt und anschließend vergleichend bewertet.
Zur Risikominimierung an Schlitzwandbaugruben ist die integere, gerade und saubere Fuge zwingend vor der Betonage eines Sekundärelementes nachzuweisen. Dabei sollte jedoch nicht nur auf die Erfassung eventueller Schadstellen schon beim Bau Wert gelegt werden, sondern bereits in der Planung und Bauvorbereitung auf einen Fugentyp hingewirkt werden, der Schadensursachen wie etwa Umlaufbeton von vorne herein ausschließt.

Avoid of damage to diaphragm wall joints through the use of appropriate quality assurance systems
In recent decades diaphragm wall technology has proven to be the best way to carry out deep watertight pits in urban areas. The observation of execution failures of recent years has lead to the realization that the joint represents the weakest point of a diaphragm wall.
On the basis of execution failures possible damage and causes of damage are shown. An overview of common joint techniques results in a differentiated consideration of the possibilities of each joint system with its advantages and disadvantages.
Codes and standards give no clear guidelines for choosing the right joint system and quality assurance during installation although quality assurance systems exist for the joints which will be presented individually and will then be compared.
In the future, the firm, straight, and clean joint must be implemented before concreting the secondary element to minimize the risk of diaphragm wall pits. In future, not only the detection of possible defects during construction should be taken into consideration but a joint type should be developed, which eliminates causes of damage such as circulation concrete from the very beginning.

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Leupertz, Stefan Die Beschaffenheit des Baugrundes als Rechtsproblem bei der Abwicklung von Bauverträgen Bautechnik 9/2015 638-646 Berichte

Abstract

Der Baugrund stellt die Bauschaffenden immer wieder vor große Probleme. Seine Beschaffenheit lässt sich - wenn überhaupt - nur mit relativ großem Aufwand einigermaßen verlässlich klären; ein Restrisiko bleibt immer. Dementsprechend häufig erleben die Baubeteiligten unliebsame Überraschungen mit dem Baugrund, so etwa, wenn sich beim Aushub der Baugrube herausstellt, dass unerwartet auftretendes Grundwasser bewältigt werden muss oder wenn die Bodenbeschaffenheit eine viel aufwändigere Gründung des herzustellenden Bauwerks erzwingt, als sie geplant und vertraglich vorgesehen war. Diese mit den Bodenverhältnissen einhergehenden bautechnischen Unwägbarkeiten betreffen unweigerlich auch die rechtliche Abwicklung von Bauverträgen. Dort lauten die zentralen, immer wiederkehrenden Fragen: Wer haftet für Baumängel, die darauf zurückzuführen sind, dass die Bauausführung nicht zu der Beschaffenheit des Baugrundes passt? Und: Wer trägt die Mehrkosten, die durch eine gegenüber dem Ausgangsvertrag geänderte, an die tatsächlichen Bodenverhältnisse angepasste Bauausführung anfallen? Solche Fragen werden in Rechtsprechung und Literatur gerne durch Zuweisung des “Baugrundrisikos” beantwortet. Dieser Ansatz ist bedenklich; er führt nicht selten auf Abwege. Die folgenden Ausführungen werden zeigen, dass es eine eigenständige rechtliche Kategorie “Baugrundrisiko” nicht gibt und dass die “Zuweisung” des tatsächlichen Risikos “Baugrund” allein den rechtsgeschäftlichen Entscheidungen der Parteien vorbehalten ist. Wer das Baugrundrisiko zu tragen hat, ist im Einzelfall nach allgemeinen Grundsätzen der Rechtsgeschäftslehre zu beurteilen und in der Regel durch Auslegung des Vertrages zu ermitteln. Dementsprechend beschäftigt sich Abschn. 1 des Beitrages zunächst ausführlich mit diesen Grundsätzen und der Struktur des Bauvertrages. Unter Abschn. 2 geht es dann um deren Anwendung auf die Fälle, in denen der Baugrund nicht die Beschaffenheiten besitzt, die vorzufinden die Beteiligten erwartet haben.

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Schwarz, Jochen; Maiwald, Holger; Leipold, Mathias; Langhammer, Tobias; Kracht, Matthias; M√ľller, Bernd Das Erdbeben vom 17. Mai 2014 in S√ľdhessen - Ingenieuranalyse der Erdbebensch√§den Bautechnik 9/2015 647-659 Berichte

Abstract

Bei dem Erdbeben vom 17. Mai 2014 in Südhessen handelt es sich um das schwerste Ereignis auf dem Gebiet der Bundesrepublik im Jahr 2014. Die Schütterwirkungen des Erdbebens konnten in weiten Teilen von Südhessen, aber auch in Baden-Württemberg bis Stuttgart wahrgenommen werden.
Obwohl die Magnitude ML = 4,2 auf ein vergleichsweise moderat schwaches Beben schließen lässt, gab es eine bemerkenswerte Schadenskonzentration im Ortsteil Nieder-Beerbach der Gemeinde Mühltal.
Im betroffenen Gebiet wurden die Bauwerksschäden aufgenommen und ihre Verteilung dokumentiert. Der Beitrag vermittelt einen Eindruck von den vorgefundenen Schäden und unternimmt den Versuch, die Ursachen für die Schadenskonzentration aufzuzeigen. Wie herausgearbeitet werden kann, können die Nähe des Epizentrums und lokale Standorteffekte für eine erste Erklärung herangezogen werden.
Wie dargestellt wird, ist insbesondere infolge der vorherrschenden nicht-strukturellen Schäden ein Interpretationsspielraum für die makroseismische Einordnung des Bebens gegeben.

The earthquake on May 17, 2014 in Southern Hesse - Engineering analysis of earthquake damage
The earthquake on May 17, 2014 in Southern Hesse was the strongest event on the territory of Germany in 2014. The effects of the earthquake ground motion could not only be perceived in large parts of southern Hesse but also in Stuttgart/Baden-Württemberg.
Although it was a relatively weak earthquake, there was a remarkable damage concentration in the district Nieder-Beerbach of the community Mühltal.
In the affected area, the structural damage and their distribution are documented. The paper gives an overview of the damage cases and can be regarded as an attempt to identify the areas of damage concentration. As an outcome of different field surveys and mapping procedures it can be concluded that the location of buildings in vicinity to the epicenter and local site effects have mainly contributed to an increase of damage grades.
Furthermore, results indicate different options for the macroseismic classification of the earthquake, especially with respect to the evaluation of the damage to non-structural elements.

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Stritzke, J√ľrgen 25. Dresdner Br√ľckenbausymposium - eine deutsche Erfolgsgeschichte Bautechnik 9/2015 660-670 Berichte

Abstract

Magnifizenz Prof. Dr.-Ing. habil. D.Eng./Auckland Drs. h.c. HANS MÜLLER-STEINHAGEN hieß am 10. März d. J. die über 1.400 Teilnehmer zum silbernen Jubiläum des Dresdner Brückenbausymposiums herzlich willkommen und erinnerte an die viele Jahrhunderte alte Tradition des Brückenbaus, der immer wieder mit neuen Ideen und Entwicklungen aufwarten kann. Auch in diesem Jahr wurde mit den Themen der Bogen von bemerkenswerten historischen Ingenieurleistungen über Neuheiten bei den technischen Entwicklungen, Baustoffen und Verfahren bis zu neuen Brückenbauwerken, zur Vorstellung von Instandsetzungsprojekten und Visionen gespannt. Das Dresdner Brückenbausymposium habe in seiner eigenen Dynamik gleichsam die Entwicklung der Technischen Universität Dresden im kleinen Maßstab mitgestaltet, betonte der Rektor. Es sind auch wissenschaftliche Veranstaltungen vom Format des Symposiums, die die Aufmerksamkeit auf die TU Dresden lenken. Die Brücke steht schlechthin als ein Symbol für das Verbindliche an sich. Sowohl der Brückenbau in der Praxis als auch in Forschung und Entwicklung an der TU Dresden bleibt mit Sicherheit spannend und die besten Ausblicke auf die künftigen Entwicklungen bekommt man auch in Zukunft bei diesem Symposium.

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Bautechnik aktuell 9/2015 Bautechnik 9/2015 671-672 Bautechnik aktuell

Abstract


Persönliches:
Josef Seiler 60 Jahre

Veranstaltungen: 17. Herbstforum Altbau: Fachtagung zur energetischen Gebäudesanierung in Stuttgart

Nachrichten: Fachplaner für Barrierefreies Bauen - Kompetenz für die tägliche Planungspraxis

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Kongresse - Symposien - Seminare - Messen Bautechnik 9/2015 673-674 Veranstaltungskalender

Abstract

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Inhalt: Bautechnik 8/2015 Bautechnik 8/2015 Inhalt

Abstract

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Ernst & Sohn (Hrsg.) Sonderheft: Bauten des Gesundheitswesens 2015 Bautechnik 8/2015 1-64 Sonderheft

Abstract

In diesem Sonderheft finden Sie Fachbeiträge, die das Thema von verschiedenen Seiten beleuchten: es geht zum Beispiel um hybride Bauten, die gleichzeitig Forschungsgebäude und Patientenbereiche beherbergen. Sie werden über Lebenszykluskosten und Quadratmeterpreise, den planerischen Umgang mit Demenz im Krankenhaus, aber auch über gelungene Innenarchitektur mit hotelähnlichem Ambiente informiert . Verschiedene Fallbeispiele wie das Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen- Schwenningen, das Kindertages- und Nachthospiz "Berliner Herz", das Johanna-Quandt-Zentrum in Frankfurt am Main runden die Publikation ab.

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Kunz, Claus Kollaps verhindern! Bautechnik 8/2015 537 Editorial

Abstract

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Sp√∂rel, Frank; Helbig, Ulf; Westendarp, Andreas; Stamm, J√ľrgen Hydroabrasionsbeanspruchung von Verkehrswasserbauwerken Bautechnik 8/2015 538-548 Aufs√§tze

Abstract

Im Bereich des Verkehrswasserbaus werden Betonoberflächen durch Hydroabrasion in unterschiedlicher Intensität beansprucht (z. B. Tosbecken, Wehrrücken). Eine Beschreibung der Einwirkung bei und des Betonwiderstandes gegenüber Hydroabrasion ist im derzeitigen Regelwerk der EN 206-1 bzw. EN 206 nicht und im nationalen Anwendungsdokument zur EN 206-1, der DIN 1045-2, nur ansatzweise enthalten. Das wasserbauspezifische Regelwerk der ZTV-W LB 215 für den Neubau bzw. LB 219 für die Instandsetzung greift derzeit im Wesentlichen auf die Regelungen der DIN 1045-2 zu den XM-Klassen zurück. Bei der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Karlsruhe wird im Rahmen eines Forschungsvorhabens in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen das Ziel verfolgt, diese Regelungen für Betonausgangsstoffe, Betonzusammensetzungen und Betoneigenschaften zur Sicherstellung eines hinreichenden Widerstandes gegenüber Hydroabrasion zu verifizieren. Bestandteil dessen ist die Erarbeitung einer Klassifizierung analog zur Expositionsklassensystematik der DIN 1045-2 für die Hydroabrasionsbeanspruchung. Der vorliegende Beitrag stellt die aktuellen Aktivitäten zur Beschreibung der Einwirkung durch Hydroabrasion dar.

Hydroabrasive exposure of hydraulic structures
In the field of waterways engineering concrete surfaces are exposed to hydroabrasion in different intensity (e. g. stilling basin, weir body). A description of the exposure to and the concrete's resistance against hydroabrasion is not included in the current European standard EN 206-1 respectively EN 206. In the German National Application Document (DIN 1045-2) used with EN 206-1 it is only considered rudimentarily. The specific regulations for hydraulic engineering regarding construction (ZTV-W LB 215) and repair (ZTV-W LB 219) refer to the regulations of DIN 1045-2 for exposure of concrete to wear (XM). A research project of the Federal Waterways Engineering and Research Institute in Karlsruhe, in collaboration with different research institutes, pursuits to verify these regulations for concrete constituent materials, concrete mix design and concrete properties to assure a sufficient resistance of the concrete against hydroabrasion. The formulation of a classification in line with the system of exposure classes for concrete exposed to wear according to DIN 1045-2 is an integral part of this project. The following contribution presents the current activities to characterise the exposure to hydroabrasion.

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Kunz, Claus Ein Konzept f√ľr Teilsicherheitsbeiwerte f√ľr bestehende Wasserbauwerke Bautechnik 8/2015 549-556 Berichte

Abstract

Wasserbauwerke sind langlebige Infrastrukturanlagen, die zu einem gewissen Grad ein hohes Risikopotenzial aufweisen. Wasserbauwerke des Verkehrswasserbaus in Deutschland, wie z. B. Wehranlagen und Schleusen, haben ein durchschnittliches Alter von etwa 70 Jahren, etwa 25 % dieser Bauwerke haben bereits ihre theoretische Lebensdauer von 100 Jahren überschritten. Bei Schäden oder bei Umnutzungen, ggf. aber auch bei Erkenntnisgewinnen, z. B. in Normenfortschreibungen, werden bestehende Bauwerke im Rahmen einer statischen Überprüfung bewertet. Dies ist nicht mit den Standards, die oft nur für neue Bauwerke entwickelt wurden, wie z. B. den vorliegenden Eurocodes, möglich. Die Anwendung dieser Normen für neue Bauwerke führt zu einer konzeptionellen Alterung, bei der die Tragfähigkeit zum Teil rechnerisch nicht mehr gegeben ist, was häufig jedoch nicht der Realität zu entsprechen scheint. Für die statische Bewertung von massiven Wasserbauwerken wurde ein Konzept für Teilsicherheitsbeiwerte entwickelt, das über Zuverlässigkeitsüberlegungen, über die Betrachtung der Restnutzungsdauer sowie über die Berücksichtigung überprüfter Basisvariablen von Einwirkungen und Widerständen nach detaillierter Vor-Ort-Bestandsaufnahme das Teilsicherheitskonzept der Eurocodes modifiziert. Die normativ gewünschte Gesamt-Zuverlässigkeit wird dabei über eine Restnutzungsdauer des bestehenden Wasserbauwerks aufrecht erhalten.

Partial safety factors for existing hydraulic structures
Hydraulic structures are long-living infrastructure assets which have to some extent a high risk potential. Waterway structures in Germany have an average lifespan of about 70 years, about 25 % of the structures have already passed their theoretical service life of 100 years. By aging and degradation, by changing of environmental conditions over time, but also by changes of safety concepts and proof formats in codes existing structures must be evaluated within a static verifications. This is not possible with standards which often have been usually designed only for new structures like the present Eurocodes. The application of these ”new structure" standards leads to a conceptional aging, where often the bearing capacity is not given by computational figures. However this does not correspond to the reality. In addition, limited resources prohibit to meet the safety standard ever for new structures during a cycle of use, and thus to negate the aging.
A concept for the verification of massive hydraulic structures had been developed, where reliability considerations, the remaining lifetime and the possible modification of basic variables on the action and resistance side after some detailed on-site inventory are comprised and which lead to modified partial safety factors for the use in a semi-probabilistic design concept. For the existing structures the originally required overall reliability level given by the relevant codes is kept up during the remaining lifetime.

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