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Autor(en):     
 
Bäumler, Armin; Müller, Philipp
 
Titel:     
 
Experimentelle Untersuchung zur Dichtigkeit von Glasleistenstößen bei Aluminiumfenstern unter Berücksichtigung von Behaglichkeitsaspekten
 
Kurzfassung:     
 
National gültige Richtlinien zur Energieeinsparung im Gebäudebereich verschärfen sukzessive die Anforderungen an Wärmedämmeigenschaften und Luftdichtheit der Gebäudehülle. Bauherren, Nutzer und Investoren haben die Möglichkeit, über Differenzdruck-Messverfahren, sogenannte Blower-Door-Tests, die Luftdichtheit des fertiggestellten Gebäudes zu überprüfen.
Für das Gewerk “Aluminium-Fenster und Fassaden“ wird die Luftdichtigkeit bzw. die Fugendurchlässigkeit nach DIN EN 12207 [1] in Abhängigkeit eines Referenzdrucks klassifiziert. Aus fertigungstechnischer Sicht lassen sich bei Aluminium-Fensterkonstruktionen kleine Spalte aufgrund der “Clips-Befestigung“ der Glashalteleiste nicht vermeiden. Undichtigkeiten können durch diese Toleranzen auftreten. Nach derzeitigem Kenntnisstand, der auf Erfahrungswerten basiert, werden Glasleistenstoßspalte bis 0,3 mm als unkritisch hinsichtlich möglicher Luftdichtigkeiten gesehen; dies erfolgt jedoch ohne Bewertungen thermischer Behaglichkeit.
Luftdichtigkeitsmessungen, die an einem Fensterprüfstand durchgeführt wurden, zeigen, dass umlaufend eingelegte Glasfalzdämmstreifen oder die Verwendung von raumseitig angeordneten Verglasungskeildichtungen mit Fahne die Fugendurchlässigkeit um ca. 15 % gegenüber Standardfenstern ohne zusätzliche Glasfalzdämmung reduzieren. Somit reduzieren sich auch die Strömungsgeschwindigkeiten der ausströmenden Luft am Glasleistenspalt zum Raum hin und damit die Geschwindigkeiten im Aufenthaltsbereich im Abstand von 1 m zum Fenster.
Die in diesem Beitrag vorgestellten Ergebnisse der Messungen bestärken die allgemein gültigen Erfahrungswerte und unterstreichen zugleich die Notwendigkeit, höchste Sorgfalt beim Zuschnitt und Einbau der Glashalteleisten zu praktizieren. So stellen Spaltbreiten von 0,3 mm und Drücke bis ca. 300 Pa keine Beeinträchtigung der Behaglichkeit für Menschen, die sich in Fensternähe aufhalten, dar.

Experimental study on the tightness of glazing bead butt joints of aluminium windows considering comfort aspects.
Step by step, increasingly demanding requirements on thermal insulation and air tightness for the building envelope are set by national Energy Saving Guidance. Blower door test give building owners, users and investors the possibility to check/test the air tightness of their building. This leads to a rise in customer complaints regarding air leakiness and drafts near the windows. Users complain about discomfort at working placed close to the window area. Due to the fabrication technique of the aluminum window and the clipping technology of the glazing beads, small gaps at the joints are unavoidable. DIN EN 12207 [1] limits and categorized the allowable joint permeability related to a reference pressure. State of knowledge based on experience evaluates joint gaps up to 0.3 mm as noncritical concerning joint permeability. However, this does not take into account the assessment on thermal comfort. Measurements carried out at a Façade- and Window Test Center show that all around glass rebate insulation and inner wedge gaskets with flaps can reduce the joint permeability by 15 percent compared to a standard window system without any additional insulation. As a consequence, the air flow rate and the air flow speed will be reduced both directly at the gap and at the occupied area at a distance of 1 m from the window.
The results of the measurements displayed in this edition reinforce the general experience and emphasize at the same time the need to exercise particular care on fitting accuracy of glazing beads. Gaps of less than 0.3 mm on each side of the window and pressures up to 300 Pa are noncritical regarding the comfort of persons in window areas.
 
Erschienen in:     Bauphysik 36 (2014), Heft 2
 
Seite/n:     74-79
 
Sprache der Veröffentlichung:     Deutsch



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