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Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreis

Shortlist und Preisverleihung 2019

Mit dem Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreis zeichnet Ernst & Sohn zum 16. Mal Ingenieurleistungen im Konstruktiven Ingenieurbau aus.

Aus 25 hochkarätige Einreichungen sind dafür nominiert:

  • Rethebrücke (Hamburg)
  • Trumpf Steg (Ditzingen)
  • Taminabrücke (St. Gallen, Schweiz)
  • Schutzdach für die Ausgrabungsstätte am Göbekli Tepe (Türkei)
  • Kienlesbergbrücke (Ulm)

Der Verlag Ernst & Sohn und das Deutsche Museum München laden sehr herzlich zur feierlichen Preisverleihung ein.

Dienstag, 12. Februar 2019, 14 Uhr
Deutsches Museum (Museumstraße 1 / 80538 München)

Für die Teilnahme an der kostenfreien Festveranstaltung bitten wir um eine Anmeldung bis zum 25. Januar 2019 unter diesem Link.

Über Ulrich Finsterwalder

Neben Eugéne Freyssinet, Robert Maillart, Franz Dischinger und Fritz Leonhardt zählt Ulrich Finsterwalder zu den größten Ingenieuren des Stahlbeton- und Spannbetonbaus. Von der Entwicklung der Tonnenschalen und des Spannbetonbrückenbaus bis hin zum Bau von Schiffen aus Stahlbeton sind viele bedeutende Meilensteine dieser Bauweise auf ihn zurückzuführen. Rund 50 Jahre lang formte er die Firma Dyckerhoff & Widmann als Chefingenieur und Mitglied der Geschäftsleitung. Wie kaum von einem anderen Ingenieur bekannt ist, gelang es ihm, zahlreiche Erfindungen zu machen, die den Stahlbetonbau weiterentwickelten und Bauwerke jeder Art in einer Qualität und Quantität selber zu bauen oder mittelbar zu beeinflussen.

Er bildete mehrere Generationen von hervorragenden Ingenieuren in „seiner“ Firma aus. Durch seine Schule gingen zahlreiche spätere Professoren für Stahlbetonbau und Statik sowie Inhaber weltweit bedeutender Ingenieurbüros hervor, wie z. B. Dieter Jungwirth, Herbert Schambeck, Helmut Bomhard, Georg Knittel, Anton Tedesko, Leonhard Obermeyer, Herbert Kupfer, der nur sechs Jahre jüngere Hubert Rüsch und nicht zuletzt auch sein Sohn Klemens Finsterwalder.

Sein fachlicher und menschlicher Einfluss auf seine Mitarbeiter war nachweislich so intensiv und nachhaltig, dass man hier durchaus von einer Finsterwalder Schule sprechen kann. Wer sich mit seinem Werk und mit seiner Person näher befasst, stellt schnell fest, dass es sich hier um eine absolute Ausnahmeerscheinung handelt. Mit Ausnahme von Fazlur Khan gibt es keinen anderen Bauingenieur, für den die Kommentatoren so oft den Ausdruck „genial“ gebrauchen. Sein Berufs- und Privatleben ist voll von kreativen Erfindungen, kühnen Entscheidungen und schillernden Anekdoten. Seine interdisziplinäre Herangehensweise, abseits von eingetretenen Denkmustern, würde jeden Abiturienten, der sich mit dem Gedanken trägt, einen Ingenieurberuf anzustreben, begeistern.

Finsterwalder hat 50 Jahre für die Firma DYWIDAG gearbeitet, unzählige Patente, Erfindungen, Wettbewerbserfolge und Bauten tragen seine Unterschrift. Somit ist er prädestiniert dafür, Bauingenieure, Studierende, Historiker, Bauhistoriker und Wirtschaftsfachleute sowie interessierte Laien gleichwohl in seinen Bann zu ziehen. Sein Berufsleben gleicht einem Kaleidoskop der Geschichte des Stahlbeton- und Spannbetons des 20. Jahrhunderts. Finsterwalder ist einer der Ausnahmeingenieure, die über die Grenzen von Deutschland und Europa hinaus international bestens bekannt sind. Er baute auf mehreren Kontinenten, seine Leistungen wurden durch dutzende Medaillen und sonstige Ehrungen international anerkannt.

Sein Name steht somit nicht nur für den Betonbau, sondern für den gesamten Ingenieurbau überhaupt.

Eine Kurzbiographie und einen Überblick über sein Wirken und Schaffen finden Sie auf Structurae.

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