Zwei Gebiete haben dem Stahlbau in jüngerer Vergangenheit einen Entwicklungsschub gegeben: der Verbundbau aus Stahl und Stahlbeton und der Stahlbau mit besonderem architektonischen Anspruch, speziell im Bereich der Fassaden. Der neue Stahlbau-Kalender 2010 beschäftigt sich als Schwerpunkt mit dem Verbundbau und behandelt darüber hinaus in einigen Beiträgen leichte Stahlkonstruktionen, wie sie typisch für Fassaden sind.
Offensichtlich ist in beiden Bereichen, dass es heute nicht mehr nur ausreicht, die Tragfähigkeit sicherzustellen, sondern dass zusätzliche Anforderungen aus der Bauphysik, wie Wärmedämmung, Schallisolierung und nicht zuletzt Energieeffizienz, hinzukommen. Immer dann, wenn es gelingt mehrere solcher Funktionen zu vereinen, werden Vorteile erzielt und nachhaltige, also ressourcenschonende, Konstruktionen. Dieses Anliegen betrifft vor allem auch die Sanierung vorhandener Bauten. Die Verbundkonstruktionen und die Stahlleichtelemente, wie sie hier vorgestellt werden, bieten gerade in dieser Hinsicht viele neue Möglichkeiten.
Die Autoren des Stahlbaukalenders 2010 werden im Rahmen des Seminars der Fachöffentlichkeit die wesentlichen Inhalte ihrer Beiträge erläutern. Für die in der Praxis tätigen Ingenieure eröffnet sich die Möglichkeit, sich aus erster Hand zu den Themen zu informieren, neue Entwicklungen kennenzulernen und mit den Autoren zu diskutieren.
Im Namen aller Beteiligten
Ulrike Kuhlmann
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