Für den Stahlbau-Kalender 2010 wurden zwei Schwerpunkte gesetzt, die in der Planungspraxis zunehmend eine Rolle spielen.
Die Verbundbauweise bietet innovative Tragwerkslösungen für den Hoch- und Industriebau. Die erfolgreiche Verbreitung im Hochhaus- und Geschossbau in den letzten 20 Jahren ist den zahlreichen Vorteilen dieser Bauweise geschuldet: Wirtschaftlichkeit durch kurze Montagezeiten mit fortschrittlicher Anschlusstechnik, mehr Gestaltungs"freiraum" mit großen Spannweiten und geringen Bauhöhen. Gegenüber dem reinen Stahlbau ermöglicht der Verbund von Stahl und Beton intelligente ganzheitliche Lösungen durch integrierten Brandschutz.
Das Bauen im Bestand erfordert von Ingenieuren genaue Kenntnisse über die Ermittlung der Restlebensdauer von Tragwerken. Für den jüngeren Bestand von Stahl-Glas-Fassaden ergeben sich vor dem Hintergrund der Energieeinsparverordnung (EnEV) Fragen und nicht selten die Notwendigkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen.
Die Autoren des Stahlbau-Kalenders 2010 werden im Rahmen des Seminars "Verbundbau und Fassaden" der Fachöffentlichkeit die wesentlichen Inhalte ihrer Beiträge erläutern. Für die in der Praxis tätigen Ingenieure eröffnet sich die Möglichkeit, sich aus erster Hand in den Themen zu informieren, neue Entwicklungen kennen zu lernen und mit den Autoren zu diskutieren.
Im Namen aller Beteiligten
Ulrike Kuhlmann
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