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04. März 2015

Aktuell auf momentum: Falk Jaeger über die Lage beim Hauptstadtflughafen BER

Hartmut, geh´ du voran!, riefen alle vor zwei Jahren. Nur einer wie Hartmut Mehdorn, unabhängig, furchtlos und rigoros, könne den Sumpf aus Korruption, Schlamperei und Verantwortungslosigkeit beim Großprojekt Flughafen Berlin Brandenburg trocken legen. Aber er verstand sich dann doch nur als Überflieger, ohne große Lust, in den Sumpf hinabzusteigen. Als Vermittler mit der weißen Fahne zwischen den Schützengräben der sich aufs heftigste beschießenden Firmen Siemens und Bosch über das Schlachtfeld zu stolpern, das wollte er sich auf Dauer nicht antun und verkündete seinen Abflug.

Baustelle BERNun war guter Rat teuer. Sehr teuer, übrigens. Einen Tipp hatte der wohlgelaunte Wowereit von den Bahamas aus noch getwittert. Doch auch diese ultimative Hoffnung war geschwunden, nachdem sich die Meldung, der von Wowereit empfohlene Chuck Norris löse Mehdorn ab und am Folgetag würde der Flughafen eröffnet, als Web-Ente herausstellte. Chuck Norris hat wegen mangelnder Erfolgsaussichten dann doch kleinlaut gekniffen.

So saßen die Gesellschafter also betrübt im Verwaltungsgebäude der Flughafengesellschaft beieinander. Weitblick über den Horizont hinaus war noch nie ihre Sache gewesen. Auch jetzt schauten sie sinnierend zum Fenster hinaus. Drüben dämmert das Terminal vor sich hin, dahinter das Flugfeld, in der Ferne die noch jungfräuliche Landebahn. Und dort hinter dem Zaun, drei Kilometer südlich, baut Rolls-Royce Airbustriebwerke… Woidke sprang auf, das ist die Lösung!