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15. Oktober 2010

Weltrekord: Gotthard-Tunnel durchstoßen

Der längste Eisenbahntunnel der Welt wird Realität. 30 km vom Südportal und 27 km vom Nordportal entfernt fand am 15. Oktober 2010 in der Oströhre der erste Hauptdurchschlag am Gotthard statt: Die Tunnelbohrmaschine durchbrach von Faido her kommend gegen 14.30 Uhr die letzten Meter Fels auf dem Weg nach Sedrun. Der Durchschlag der Tunnelröhre erfolgte mit großer Genauigkeit. Die Abweichung ist mit 8 cm horizontal und 1 cm vertikal sehr gering. Das Ereignis wurde vom Schweizer Fernsehen live übertragen. Alle, die den Durchbruch nicht live mit verfolgen konnten, können sich die Ankunft der TBM auf dem Videoportal Youtube anschauen. Der Gotthard-Basistunnel unterquert die Alpen auf einer Länge von 57 km und verbindet das Nordportal in Erstfeld (Kanton Uri) und das Südportal in Bodio (Kanton Tessin). Mit einer Felsüberlagerung von bis zu 2.500 m ist der Gotthard-Basistunnel auch der tiefste bisher gebaute Eisenbahntunnel der Welt. Der Gotthard-Basistunnel besteht aus zwei parallelen Einspurröhren, die alle 325 m mit einem ca. 40 m langen Querschlag verbunden sind. Insgesamt misst das Tunnelsystem des Gotthard- Basistunnels mit allen Tunnels, Schächten und Stollen 151,8 km. An den Drittelspunkten, in Faido und Sedrun, befinden sich Multifunktionsstellen, die als Nothaltestellen sowie Spurwechsel dienen. Gebaut wurde der Gotthard-Basistunnel parallel an den fünf Abschnitten Erstfeld, Amsteg, Sedrun, Bodio und Pollegio. Erste Vorarbeiten erfolgten bereits 1993 mit dem Sondiersystem Piora und von 1996 bis 1998 mit der Sprengung der Zugangsstollen in Sedrun, Faido und Amsteg. Seit 2001 wird an den Hauptlosen gebaut. Der zweite Hauptdurchschlag in der Weströhre erfolgt voraussichtlich im April 2011. Mit dem Hauptdurchschlag sind die Arbeiten im Gotthard-Basistunnel noch nicht abgeschlossen. Bis zur fahrplanmäßigen Inbetriebnahme, voraussichtlich im Dezember 2017, wird der Innenausbau des Tunnels vorangetrieben. Voraussichtlich bis 2014 werden alle Röhren und Stollen ausgekleidet und fertig betoniert sein. Die Spezialisten der Rohbau-Ausrüstung bestücken den Tunnel mit mechanischen und elektromechanischen Anlagen wie Türen, Tore oder Lüftungs- und Haustechnikanlagen. Parallel zu den letzten Rohbau- sowie Rohbau-Ausrüstungs-Arbeiten erfolgt der Einbau der Bahntechnik. Dieser hat am Südportal des Gotthard-Basistunnels, im Abschnitt Faido-Bodio-West, im Mai 2010 bereits begonnen. Die bahntechnischen Installationen umfassen die Fahrbahn, Fahrleitung, Bahnstrom- und Stromversorgung, Kabel-, Telekom- und Funkanlagen, Sicherungs- und Automatisationssysteme sowie die Leittechnik.

(Abbildung: AlpTransit Gotthard AG)