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09. November 2018

Shortlist – Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreis 2019

Am 2. November 2018 kam in Berlin die Jury des Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreis 2019 zu ihrer ersten Sitzung zusammen, um aus den eingereichten Projekten die aussichtsreichsten Kandidaten auszuwählen. Fünf Wettbewerbsbeiträge stehen nun auf der Shortlist, unter denen in einer zweiten Jury-Sitzung der Preisträger ermittelt wird.

Insgesamt erhielt der Verlag Ernst & Sohn 25 hochkarätige Wettbewerbsbeiträge aus dem Hoch- und Brückenbau, aber auch Turmbauwerke und Bauwerke zur Energiegewinnung befanden sich unter den Einreichungen. Der Verlag und die Jury möchten allen Teilnehmern der diesjährigen Auslobung ausdrücklich für ihre Einreichungen danken. Die Wettbewerbsbeiträge stellen eine hervorragende Leistungsschau der Bauingenieurskunst dar, weshalb die Jury erst nach eingehender Betrachtung aller Projekte fünf wiederum herausragende Leistungen für die Shortlist zum Preis nominiert hat. Diese sind (ohne Rangfolge):

Rethebrücke (Hamburg)

Rethebrücke (Hamburg) © Martin Grassl
© Martin Grassl

Mit einer Spannweite von 104 Metern ist die neue Rethebrücke im Hamburger Hafen eine von Europas größten Doppelklappbrücken. Erstmalig wurde bei einer so großen Klappbrücke gänzlich auf eine mechanische Verriegelung der Klappen in der Brückenmitte verzichtet. Durch die konstruktive Ausbildung der Hauptträgerspitzen als Finger können trotzdem Querkräfte und Momente übertragen werden, indem sich beim Schließvorgang die Finger gegenseitig aufeinander abstützen. Mit dieser innovativen, riegellosen Fingerkonstruktion wird der Instandhaltungsaufwand minimiert und ein reibungsloser Verkehr im Hafen ermöglicht.
Eingereicht durch: Ingenieurbüro Grassl GmbH

Trumpf Steg (Ditzingen)

Trumpf Steg (Ditzingen) © Schlaich Bergermann Partner
© schlaich bergermann partner

Der Trumpf Steg verbindet mit einer Hauptspannweite von 20 Metern zwei Areale des Hauptsitzes der Firma Trumpf in Ditzingen. Die leichte Schalenkonstruktion besteht aus nur 20 Millimeter starkem, doppelt gekrümmtem Edelstahlblechen. Dem Kraftfluss folgend, führen die mit Trumpf-Lasermaschinen geschnittenen Öffnungen zu einem logisch-konsequenten Zusammenspiel von statischer Funktion und Ästhetik. Die Tragfunktion ist dadurch ablesbar - das hocheffiziente und optimierte Tragwerk ist auf das Wesentliche reduziert. Die Grundidee eines auf Zug gespannten Orangennetzes wird hier passend materialisiert und mit klassischer Formfindung, parametrischem Design sowie modernsten Fertigungsmethoden kombiniert.
Eingereicht durch: schlaich bergermann partner

Taminabrücke (St. Gallen, Schweiz)

Partner Trumpf Steg (Ditzingen) © Schlaich Bergermann
© Tiefbauamt Kanton St. Gallen

Im Zuge der neuen Erschließung des Taminatales im Kanton St. Gallen wurde eine Talquerung in 200 m Höhe erforderlich. Der Grundgedanke bestand in der stützenfreien Überspannung der Taminaschlucht mit einer Bogenkonstruktion und einer ebenfalls stützenfreien Überbrückung der Seitenfelder bis zu den Widerlagern mit einer biegesteifen Rahmenkonstruktion. Innovativ ist insbesondere die hybride Tragkonstruktion bestehend aus Bogen- und Rahmensystemen und die neuartige Umsetzung als asymmetrischer Hauptbogen. Durch die großzügige Bogenlösung in Verbindung mit einer stützenfreien Überspannung der seitlichen Hangbereiche mit biegesteifer Rahmenkonstruktionen wird eine Reduzierung der Stützungspunkte auf ein Minimum erreicht. Die Taminabrücke ist ein regionales Wahrzeichen.
Eingereicht durch: Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG

Schutzdach für die Ausgrabungsstätte am Göbekli Tepe (Türkei)

Schutzdach für die Ausgrabungsstätte am Göbekli Tepe (Türkei) © Deutsches Archäologisches Institut (DAI) Berlin, Jan Mommert
© Doğuş Group

Das archäologische Ausgrabungsfeld am Göbekli Tepe in der Osttürkei weist monumentale, ringförmige Bauanlagen aus der Zeit von ca. 10.000 v. Chr. auf und ist der älteste bekannte Ritualbau der Menschheit. Mit einer Membrankonstruktion werde ein Schutzdach mit geringem Gewicht und guter Transportierbarkeit realisiert. Eine Herausforderung war die Abstützung des Daches auf nur wenigen möglichen und unregelmäßig verteilten Gründungspunkten. Aufgrund der daraus resultierenden großen Spannweiten und Exzentrizitäten wurde die Konstruktion des umlaufenden Stegs zusammen mit dem Dachring als vertikaler Tragring in Form eines gekrümmten Fachwerkträgers konzipiert. Die leichte und weitspannende Konstruktion wird den Bedürfnissen archäologischer Forschung und nachhaltigem Tourismus gerecht.
Eingereicht durch: EiSat GmbH

Kienlesbergbrücke (Ulm)

Kienlesbergbrücke (Ulm) © P. Blaha
© P. Blaha

Die Kienlesbergbrücke überquert am Ulmer Hauptbahnhof mehrere bestehende Gleise sowie den Albabstiegstunnel der ICE-Neubaustrecke Stuttgart-Ulm. Neben dem Straßenbahnverkehr wird die neue Brücke durch Fußgänger, Radfahrer und Busse genutzt. Die markante Wellenform nimmt Bezug zur historischen Neutorbrücke und bietet Aufenthaltsqualität für Passanten. Der komplexe Tragwerksentwurf sowie die Montage der Brücke im anspruchsvollen Baufeld mittels Längsverschub stellen herausragende Ingenieurleistungen dar. Die Kienlesbergbrücke verdeutlicht in bester Weise das interdisziplinäre Zusammenspiel, welches Brückenbaukultur ausmacht und ist modernes Wahrzeichen an eigentlich unwirtlicher Stelle.
Eingereicht durch: KREBS+KIEFER Ingenieure GmbH

Zur Preisverleihung

Der Verlag Ernst & Sohn zeichnet seit 1988 alle zwei Jahre herausragende Ingenieurleistungen im Konstruktiven Ingenieurbau aus. Mit der Verleihung des Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreis 2019 geschieht dies bereits zum 16. Mal, um das Wirken von Bauingenieuren und ihr Engagement für Baukultur ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Der Verlag Ernst & Sohn und das Deutsche Museum München laden sehr herzlich zur feierlichen Preisverleihung ein. Das Programm und detaillierte Informationen finden Sie unter www.ingenieurbaupreis.de

Dienstag, 12. Februar 2019, 14 Uhr
Deutsches Museum (Museumstraße 1 / 80538 München)

Für die Teilnahme an der kostenfreien Festveranstaltung bitten wir um eine Anmeldung bis zum 25. Januar 2019:
https://events.ernst-und-sohn.de/ulrich-finsterwalder-ingenieurbaupreis

Ingenieurbaukunst

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